Die handwerkliche Herstellung von Uhren begann Ende des 13. Jahrhunderts.
Bereits während der Renaissance wurden eine Vielzahl von astronomischen Informationen in die Zeitmesser eingebaut. Technisch komplizierte Lösungen, ohne die der moderne Apparatebau nicht zurechtkommen würde, gehen häufig auf die Erfindungen von Uhrmachern zurück. Bis zur Erfindung der Dampfmaschine waren Uhren die technisch vollendeten Geräte.

In den letzten 500 Jahren wurden mehrere hundert technische Lösungen gefunden, um der Maschine "Uhr" einen gleichmäßigen Ablauf beizubringen.

Denken wir nur an die Anzeige der "Äquation", der ungleichen Tageslängen innerhalb eines Jahres, der Anzeige der Daten von Ebbe und Flut oder der Koordination der Mondphasen mit dem Kalenderjahr im Rhythmus von 18 Jahren.

Dann gab es vielfältige Regelungen der Tagesteilungen, wie auch der Schlagwerke. Automatenuhren waren zusätzlich mit Musikwerken ausgestattet und nicht zu vergessen sind die künstlerisch wertvollen Gehäuse, in welche die empfindliche Technik eingesetzt wurde.

Wenn Sie ein solches Kunstwerk besitzen, sollten Sie es nur an einen Sachverständigen des Faches geben, der es Ihnen und der Nachwelt erhält.
 
  • Service für Quarzuhrenagb

    Die Intervallzeiten für den Regelservice mechanischer Uhren gelten nicht für Quarzuhren, diese haben eine eigene Gesetzmäßigkeit. Sie gehen so lange wie die Batterie den nötigen Strom liefert, oder ein Fremdkörper das Räderwerk hemmt. Allerdings haben auch die elektronischen Bauteile eine individuelle Verfallzeit und wenn diese Teile nicht mehr lieferbar sind, sind solche Uhren nicht mehr zu reparieren.

    Lassen Sie den Batteriewechsel zu Ihrer Sicherheit ausschließlich vom Fachmann vornehmen. Wenn Sie die Batterie ihres Radios oder einer Fernbedienung wechseln, öffnen Sie dazu ausschließlich die Batteriekammer. Beim Öffnen einer Armbanduhr liegen alle elektronischen Bauteile frei und wenn Sie sich selbst durch Reibung auf einem Teppich o.ä. statisch mit mehreren tausend Volt aufgeladen haben und eine Leiterbahn berühren, ist das Herzstück der Schaltung, der „IC“ augenblicklich zerstört und die Möglichkeit der Instandsetzung Ihrer Uhr fraglich.

 

  • Regelservice für mechanische Uhren

Eine mechanische Uhr ist ein technisches Wunderwerk und benötigt, wie auch Ihr Auto, einen regelmäßigen Service. Die geringe Ölmenge in den Lagern hält nur eine gewisse Zeit, dann ist dieses Schmiermittel verbraucht und der natürliche Verschleiß Ihres kostbaren Uhrwerkes beginnt. Die Intervallzeit für diesen Vorsorgeservice war früher wesentlich kürzer. Mit den heutigen synthetischen Schmiermitteln können Uhren langer ohne Wartung auskommen. Doch wenn Sie dies übersehen, kann die Präzision Ihres Zeitmessers ein für allemal dahin sein oder, wenn Ersatzteile noch zur Verfügung stehen, die Instandsetzung sehr teuer kommen.

Intervallzeit - Regelservice mechanischer Uhren nach heutiger Norm

Armbanduhren, auch mit Automatic oder Zusatzanzeigen 5 Jahre
Taschenuhren, auch mit Zusatzanzeigen 8 Jahre
Weckeruhren oder Tischuhren 10 Jahre
Wanduhren, 1960 oder später 10 Jahre
Ältere Wanduhren 30 Jahre
Standuhren 50 Jahre

Diese Angaben gelten ausschließlich für mechanische Uhrwerke und können nur allgemeiner Natur sein. Sie können in Einzelfällen davon abweichen. Zusatzeigenschaften, wie z.B. die Wasserdichtheit von Armbanduhren setzt viel kürzere Prüfintervalle voraus.

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